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Deutsches Forum für Freunde Ostpreußens - in Zusammenarbeit mit dem FDRO
 
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 Frage zu Ihrem Freistaat Preußen

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BeitragThema: Frage zu Ihrem Freistaat Preußen   Do Okt 09, 2008 8:43 pm

Guten Tag.
Ihr Forum ist bemerkswert. Es ist sicherlich ausbaufähig.
Trotzdem war für mich leider nicht ganz genau zu erkennen, welcher politischen Partei bzw. welcher politischen Richtung Sie angehören.
Können Sie mir hierzu eine Erklärung geben?
MfG
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BeitragThema: Politische Richtung   Fr Okt 10, 2008 6:24 pm

Hallo, Gast.
Also, ich selber gehöre keiner politischen Partei oder Organisation an.
Derzeit kann ich mich auch mit keiner existierenden Partei oder Gruppe so richtig
"anfreunden"!
Der Freistaat Preußen, für welchen ich ursprünglich dieses Forum ins Leben gerufen habe, kann n i c h t in solcherlei Kategorien eingestuft werden, da es sich um einen STAAT handelt. Er ist also weder Rechts noch Links, sondern ausschließlich Deutsch und verwaltungsspezifisch (für ALLE Bürger Preußens und des Reiches).

Die einzige politische Ausrichtung, wenn man dies so bezeichnen möchte, ist diejenige, daß der Freistaat Preußen

1. für die Erhaltung und den Bestand von preußischen, deutschen Werten und Tugenden eintritt und
2. als Land innerhalb des Deutschen Reiches für die Handlungsfähigkeit des selbigen eintritt

Auch, wenn selbstverständlich alle Mitglieder der preußischen Landesregierung und dessen Institutionen genauere, persönliche politische Richtungen und Meinungen haben, ist die Arbeit und das Ansinnen der Regierung streng nach Neutralität ausgerichtet und somit für alle Mitbürger akzeptabel.
Es geht uns ausschließlich um

Preußen - als Kern Deutschlands
um das Deutsche Reich - als Kern Europas
und um Europa - als Mittelpunkt der zivilisierten Welt!

Ohne Preußen kein Deutschland
ohne Deutschland kein Europa

Frieden und Sicherheit
Freistaat Preußen



Ich hoffe, Ihnen damit ein wenig weitergeholfen zu haben?!
Für Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich immer zur Verfügung!

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BeitragThema: Nachtrag   Fr Okt 10, 2008 6:32 pm

Es bleibt natürlich noch festzustellen, daß

dieses Forum nicht nur ein Forum des Freistaates Preußen darstellt,

sondern auch zahlreichen anderen Personen und Gruppen zur Verfügung steht.

Dieses Forum ist DAS Forum für a l l e geraubten, deutschen Gebiete und Länder!

Es bezieht sich also nicht nur auf Preußen und / oder Ostpreußen.

Aus der Erkenntnis, daß man Gerechtigkeit und Frieden nicht auf Unrecht und Unterdrückung aufbauen kann sehen wir es als unsere Pflicht, für den rechtmäßigen Rahmen unseres Landes einzutreten.
Wer den Frieden dauerhaft erhalten will, muß Unrecht bekämpfen!

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BeitragThema: Richtung ....   Do Okt 16, 2008 9:16 am

Ich möchte mich da unserem Admin anschließen!
EINE politische Richtung gibt es innerhalb des Freistaates nicht.

Wir befürworten alle jene Richtungen, die Unrecht anklagen und das Recht einfordern.

Ein Ehrenstaatsbürger unseres Freistaates ist z.B. Träger des Bundesverdienstkreuzes. Viele andere sind Arbeiter und Angestellt. Unser Staatsoberhaupt ist Doktor der Medizien.
Wir haben gegen niemanden Vorbehalte, solgange er die Gesetze des Freistaates Preußen und des Deutschen Reiches (s.Weimarer Verfassung) anerkennt und befolgt.

Nur gemeinsam sind wir stark!

MfG

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BeitragThema: Preußen   Mi Okt 22, 2008 7:00 pm

Als wen ihr euch auf die Weimarer Verfasung beruft
dan würde ich sagen das ihr ein wiedererstandnes
Deutsches Reich als Demokratichen Rechtstaat mit
einen Freihen Parlament seht
wen das so ist dan haLLO Freunde.
gruß hanss Rolling Eyes
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BeitragThema: Re: Frage zu Ihrem Freistaat Preußen   Do Okt 23, 2008 2:47 am

hanss schrieb:
Als wen ihr euch auf die Weimarer Verfasung beruft
dan würde ich sagen das ihr ein wiedererstandnes
Deutsches Reich als Demokratichen Rechtstaat mit
einen Freihen Parlament seht
wen das so ist dan haLLO Freunde.
gruß hanss Rolling Eyes
Wie meinen?
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BeitragThema: ???!!!!   Fr Okt 24, 2008 5:40 pm

Erst einmal möchte ich mich HoraAspora anschließen.

Und dann nochmals klarstellen,

daß der Freistaat Preußen ein Staat ist und keine Partei!

Und so, wie z.B. die Regierung der BRD, oder die Regierung Italiens oder Frankreichs durchaus verschiedene politische Ausrichtungen enthalten kann, so kann dies auch bei uns im Freistaat der Fall sein.

Der Freistaat Preußen vertritt also weder
die NSDAP, noch
die CDU oder
SPD, noch vertritt der Freistaat
die Zentrums Partei oder
monarchistische Strömungen!

Der Freistaat Preußen in seiner Organisation ist das Verwaltungselement Preußens und setzt sich ausschließlich für Preußen, für die anderen widerrechtlich geraubten deutschen Gebiete und letztlich für die Wiederherstellung des Deutschen Reiches ein!

Wobei zu letzterem zu sagen ist, das selbiges nie aufgehört hat zu existieren, es also weder aufgelöst noch "verboten" wurde (einen Staat kann man auch gar nicht auflösen oder verbieten).
Die Regierung des Deutschen Reiches ist lediglich nicht handlungsfähig (die letzte Reichsregierung wurde, völkerrechtswidrig, mit den Worten "Hosen runter!" inhaftiert und seiner ihr zustehenden Macht beraubt).

Sicherlich willst Du wissen, ob wir recchtsradikal sind!? Ob es sich bei uns um ZENSUR handelt oder etwas dergleichen!?

Das ist eine reine Interpretationssache!

Wer der Meinung ist, daß das Eintreten für das Deutsche Reich rechtsradikal ist, der muß feststellen, daß wir rechtsradikal sind!

Wer aber meint, man muß Anhänger der NSDAP sein muß, um "Rechts" zu sein, dem sei gesagt, daß wir nicht rechtsradikal sind!

Wir lassen uns da in keine Ecke drängen.

So, wie wir im Landtag und in der Regierung durchaus den ein oder anderen "Nazi!" haben, so haben wir auch durchaus den ein oder anderen "Demokraten"/"Gutmenschen"!

Es gilt für uns immer nur die Frage:

"Was kannst Du für Preußen und das Reich tun? Bist Du für uns oder gegen uns?"

Weitere Informationen findest Du unter

http://www.reichsbote.de
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BeitragThema: Nachtrag   Do Dez 11, 2008 11:28 am

Nachtrag:

Die Positionen des Freistaates Preußen dürften wohl klar sein.
Er bezieht sich auf die Weimarer Verfassung von 1919 und hält sich streng an die verschiedensten Völkerrechtsgesetze ....

Dieses Forum jedoch steht allen offen. Mitglieder des Forums müssen keine Staatsbürger des Freistaates sein!

Daher ist es mehr als schlüssig, daß hier verschiedenste politische Weltanschauungen aufeinander treffen und anzutreffen sind!

Bedauerlicher Weise verhält es sich in aller Regel so, daß PC-Anhänger (Politisch C(K)or(r)ekt) immer gleich die Verbrecherschublade aufmachen, wenn sie etwas vom Deutschen Reich hören!
Das ist unsinnig und so gar nicht demokratisch!

Wie so viele andere jedoch auch, müssen und haben wir uns jedoch mit dieser Art von Intolleranz abgefunden. Zwangsweise, sozusagen!

Fest steht, sowohl für den Freistaat Preußen als auch für dieses Preußen-Forum, daß man

Recht nicht auf Unrecht aufbauen kann

und erst dann ein langfristiger Frieden und allgemeiner Wohlstand in Sicht ist,

wenn das Recht aller Gültigkeit erlangt!

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BeitragThema: Regierungsform   Mo März 09, 2009 9:21 am

Question Wann und wo setzen Sie denn Ihre "Regierungsform" an?
Sind Sie jetzt Demokraten / Parlamentarier oder Diktatoren, diktatorisch ausgerichtet?
Wenn Sie 1945 wieder anfangen wollen, dann hat das wohl mit einer parlamentarischen Demokratie nichts zu tun?
Question
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BeitragThema: Preußen Verfassung   Mo März 09, 2009 10:19 am

Abschnitt II: Die Staatsgewalt
Art. 3: Das Volk äußert seinen Willen nach den Bestimmungen dieser Verfassung unmittelbar durch die
Volksabstimmung (Volksbegehren, Volksentscheid und Volkswahl), mittelbar durch die verfassungsmäßig
bestellten Organe.

Art. 6: (1) Volksbegehren können darauf gerichtet werden:
1. die Verfassung zu ändern;
2. Gesetze zu erlassen, zu ändern oder aufzuheben;
3. den Landtag aufzulösen.
(2) Volksbegehren sind an den Staatspräsidenten zu richten und von diesem unter Darlegung seiner
Stellungnahme unverzüglich dem Landtage zu unterbreiten. Dem Volksbegehren muß in den Fällen zu 1 und
2 ein ausgearbeiteter Gesetzentwurf zugrunde liegen. Volksbegehren sind nur rechtswirksam im Falle 2,
wenn sie von einem Zwanzigstel, in den Fällen 1 und 3, wenn sie von einem Fünftel der Stimmberechtigten
gestellt werden.
(3) Über Finanzfragen, Abgabengesetze und Besoldungsordnungen ist ein Volksbegehren nicht zulässig.
(4) Volksentscheide finden auf Volksbegehren und in den sonst in der Verfassung vorgesehenen Fällen statt;
sie sind nur rechtswirksam, wenn die Mehrheit der Stimmberechtigten daran teilgenommen hat.
(5) Ein Volksentscheid findet nicht statt, wenn der Landtag dem Volksbegehren entsprochen hat.
(6) Anträge, die Verfassung zu ändern oder den Landtag aufzulösen, bedürfen zu ihrer Annahme der
Zustimmung der Mehrheit der Stimmberechtigten. Sonst entscheidet die einfache Mehrheit der abgegebenen
gültigen Stimmen. Die Abstimmung kann nur bejahend oder verneinend sein.
(7) Das Verfahren bei Volksbegehren oder Volksentscheiden wird durch Gesetz geregelt.

Abschnitt III: Der Landtag
Art. 10: (1) Der Landtag besteht aus den Abgeordneten der preußischen Bürger. Die Abgeordneten sind
Vertreter der Gesamtheit der preußischen Bürger und werden von ihnen nach den Grundsätzen der
Verhältniswahl gewählt.
(2) Wählbar sind die Stimmberechtigten gemäß Artikel 4 und 5, die das achtundzwanzigste Lebensjahr
vollendet haben.
(3) Ein Abgeordneter des Landtages kann höchstens für eine Sitzungsperiode wiedergewählt werden. Nach
einer Unterbrechung von einer Sitzungsperiode ist erneute Kandidatur möglich.
(4) Die Anzahl der Abgeordneten im preußischen Landtage bestimmt ein Gesetz.
Art. 11: (1) Die Abgeordneten stimmen nach ihrer freien, nur durch die Rücksicht auf das Volkswohl
bestimmten Überzeugung; an Aufträge und Weisungen sind sie nicht gebunden.
(2) Kein Mitglied des Landtages darf zu irgendeiner Zeit wegen seiner Abstimmung oder wegen der in
Ausübung seines Amtes getanen Äußerungen gerichtlich oder dienstlich verfolgt oder sonst außerhalb der
Versammlung zur Verantwortung gezogen werden.
(3) Kein Mitglied des Landtages kann ohne Genehmigung des Landtages während der Sitzungsperiode
wegen einer mit Strafe bedrohten Handlung zur Untersuchung gezogen oder verhaftet werden, es sei denn,
daß das Mitglied bei Ausübung der Tat oder spätestens im Laufe des folgenden Tages festgenommen wird.
Die Genehmigung des Landtages ist ferner bei jeder anderen Beschränkung der persönlichen Freiheit
erforderlich, die die Ausübung des Abgeordnetenberufes beeinträchtigt. Jedes Strafverfahren gegen ein
Mitglied des Landtages, jede Haft oder sonstige Beschränkung seiner persönlichen Freiheit sind auf
Verlangen des Landtages für die Dauer der Sitzungsperiode auszusetzen.
Art. 12: (1) Beamte, Angestellte und Arbeiter des Staates und der Körperschaften des öffentlichen Rechtes,
sowie Soldaten bedürfen zur Ausübung der Tätigkeit als Abgeordnete des Landtages eines unbezahlten
Urlaubs ihres Dienstherren. Dieser Urlaub darf ihnen nicht verweigert werden.
(2) Bewerben sie sich um einen Sitz im Landtage, so ist ihnen der zur Vorbereitung ihrer Wahl erforderliche
Urlaub zu gewähren.
(3) Alle in Ausübung öffentlicher Ämter geleisteten Dienstzeiten sind als solche für Beamte, Angestellte und
Arbeiter des Staates und der Körperschaften des öffentlichen Rechts, sowie für Soldaten im Rahmen ihrer
üblichen Rechte und Pflichten anzurechnen.
Art. 13: (1) Die Gültigkeit der Wahlen prüft ein beim Landtage gebildetes Wahlprüfungsgericht. Dieses
entscheidet auch über die Frage, ob ein Abgeordneter die Mitgliedschaft verloren hat.
(2) Das Wahlprüfungsgericht besteht aus Mitgliedern des Landtages, die dieser für die Wahlperiode wählt,
und aus Mitgliedern des Staatsgerichtshofes, die das Präsidium dieses Gerichts für dieselbe Zeit bestellt.
(3) Das Wahlprüfungsgericht erkennt auf Grund öffentlicher mündlicher Verhandlungen durch drei Mitglieder
des Landtags und zwei richterliche Mitglieder.
(4) Außerhalb der Verhandlungen vor dem Wahlprüfungsgericht wird das Verfahren von einem der bestellten
Mitglieder des Staatsgerichtshofes geführt.
(5) Das Nähere wird durch Gesetz geregelt.
Art. 14: Der Landtag wird auf sieben Jahre gewählt. Die Neuwahl muß vor dem Ablaufe dieser Zeit erfolgen.

Soweit aus der Landesverfassung des Freistaates Preußen
siehe hierzu: http://freenet-homepage.de/f.preussen/Verfassung2.pdf

Die fußt auf der Weimarer Verfassung. Siehe: http://freenet-homepage.de/f.preussen/WeimarVerfPDF.pdf

(beides .pdf Dokumente)

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BeitragThema: Antwort   Mo März 09, 2009 5:09 pm

der Frag schrieb:
Question Wann und wo setzen Sie denn Ihre "Regierungsform" an?
Sind Sie jetzt Demokraten / Parlamentarier oder Diktatoren, diktatorisch ausgerichtet?
Wenn Sie 1945 wieder anfangen wollen, dann hat das wohl mit einer parlamentarischen Demokratie nichts zu tun?
Question

Also deine frage Verstähe ich jest nicht der Frag
Sie haben doch ganz deutlich gesagt das sie sich
auf die WV von 1919 berufen und wen sie sich an
die halten beinhaltet sie auch nicht die enderungen
von 1933-1945.
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BeitragThema: Landesverfassung   Di März 10, 2009 6:52 pm

Admin hat ja oben schon alle relevanten Daten geliefert.
Wir halten uns an die gültige Verfassung, die Weimarer von 1919.

Derzeit ist hier auch nicht dran zu rütteln.
Es besteht zwar durchaus die Möglichkeit, daß wir bei entsprechenden politischen Erfolgen, die Durchsetzung des DR und rechtliche wie geographische Wiederherstellung des Reiches, kurzfristig an der "Entscheidungsfindung" etwas ändern, um schnell wieder wirtschaftlich handlungsfähig zu werden, dies kann aber nur eine vorübergehende "Zwangsänderung" sein!
Hierbei darf nicht vergessen werden, das sich das Reich im Krieg befindet und somit ein Notstand existiert!

An der Weimarer Verfassung von 1919 und der preußischen Landesverfassung von 1995 wird nicht gerüttelt!

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BeitragThema: Frage zur 95er Preussenverfassung   Fr Mai 21, 2010 11:49 pm

Sehr geehrte Mitstreiter fuer einen echten freien deutschen Rechtstaat!

Wo kann ich die 95er Preussenverfassung herbekommen???

Mit freiheitlichen Gruessen

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BeitragThema: Verfassung des Freistaates Preußen   Sa Mai 22, 2010 10:27 am


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BeitragThema: .. seltsames Forum..   Di Jun 07, 2011 5:21 pm

Werte Foristen,

es ist schon seltsam, wie herrlich unverbindlich Ihre Antworten auf die Frage nach der politischen Ausrichtung der Forumsbetreiber und -user sind.

Richtig ist daß der Freistaat Preußen, so er denn existierte, keiner politischen Kategorie zugeordnet werden könnte. Sehr wohl aber diejenigen die für Ihn streiten.

Und auch wenn Sie sich dazu nicht geäußert haben so geben Ihre indoktrinierte Sprache, die Inhalte dieses Forums und auch die Avatare der User einen eindeutigen Hinweis auf die geistig-politische Heimat der Betreiber und der geduldeten Foristen.

Auch, und das ist meine persönliche Meinung, strotzt diese Seit nur so vor Fehlern in der Symbolik. Das fängt damit an, daß hier vorgeblich für einen Freistaat Preußen gestritten wird, über allem aber das Wappen des Köngreichs Preußen, welches bis 1918 das Wappen Preußens war, thront.
Das Wappen des Freistaates sieht aber so aus:


Der Administrator (Gottkönig!!!!) und vorgeblich oberste Streiter für den Freistaat nutzt als Avatar die Königsstandarte welche von 1889 bis 1918 Gültigkeit besaß. Andere User tragen die Farben des Kaiserreiches in ihrem Avatar und schwafeln über Preußen. (oder sind es gar die Farben der Reichkriegsflagge??) Meine Herren!, die Farben Preußens sind Schwarz und Weiß, sonst nichts, basta!! Die Verlinkung zu Webseiten der User führen zu rechtem Gesinnungsschrott, der herzlich wenig mit dem Geiste von Weimar oder gar Preußens zu tun hat – sondern vielmehr mit denen die Weimar und Preußen zerstört haben – eine seltsame Allianz.

Auch der lächerliche Versuch sich vermeintlich völkerrechtlicher Konstruktionen zu bedienen, um einen Freistaat Preußen in einem Deutschen Reich auferstehen zu lassen wirken, höflich formuliert, befremdlich.

Dazu:Aus dem Spruch des Bundesverfassungsgerichtes vom 31. Juli 1973 bei der Überprüfung des Grundlagenvertrags mit der DDR (Quelle: Wikipedia)

Mit der Errichtung der Bundesrepublik Deutschland wurde nicht ein neuer westdeutscher Staat gegründet, sondern ein Teil Deutschlands neu organisiert […]. Die Bundesrepublik Deutschland ist also nicht „Rechtsnachfolger“ des Deutschen Reiches, sondern als Staat identisch mit dem Staat „Deutsches Reich“, – in bezug auf seine räumliche Ausdehnung allerdings „teilidentisch“, so daß insoweit die Identität keine Ausschließlichkeit beansprucht. […] Sie beschränkt staatsrechtlich ihre Hoheitsgewalt auf den „Geltungsbereich des Grundgesetzes“..

Was ist dagegen einzuwenden? Wo liegt das Problem!

Auch ich habe nichts gegen einen Freistaat Preußen, genauer gesagt bin ich ausdrücklich dafür, aber warum nicht über den Weg, daß zunächst Aufklärung betrieben wird in Sachen Geschichte Preußens, seine fortschrittliche Rolle in Europa im Kontext der jeweiligen Zeit, Aufklärung darüber, daß das was sich nach 1933 Preußen schimpfte nur noch Alibi für die braune Pest war, lediglich deren Machtergreifung diente und sonst nichts mit preußischen Werten gemein hatte. Preußen mußte zerschlagen werden, damit die ZENSUR wirkliche Macht ergreifen konnte. Okay bei diesem Weg kämen Sie hier ziemlich schlecht weg, aber was kümmert´s mich? Ziel muß es sein in der Bevölkerung Akzeptanz für diese Idee zu gewinnen. Das was in diesem Forum passiert ist dazu überhaupt nicht geeignet, im Gegenteil!!

Ja, ich stehe zum Grundgesetz, ja, die Bundesrepublik ist der Staat in dem ich gerne lebe.
Andere histrorische Länder gibt es auch noch heute (Sachsen, Bayern) Warum nicht auch Preußen? Gerne, aber bitte ohne Rückeroberung der verlorenen Gebiete, bitte ohne Deutsches Reich.


Mein Schluß nach Durchforstung dieses Forums: Hier wird der Sache Preußens kein Gefallen getan, im Gegenteil. Hier wird die Idee der Rehabilitierung Preußens diskreditiert.

Und so möchte ich meinen Einwand mit zwei Zitaten beenden.
Das Erste stammt von Joseph Wirth /Deutsche Zentrumspartei) aus seiner Reichstagsrede nach der Ermordung des Deutschen Außenministers Dr. Walther Rathenaus:

“Da steht (nach rechts) der Feind, der sein Gift in die Wunden einesVolkes träufelt. - Da steht der Feind - und darüber ist kein Zweifel: dieser Feind steht rechts!“


Das Andere zeigt, wie ich meine, eine gesunde weil zutreffende Einschätzung der Beziehung zwischen dem histrorischen Preußen und dem Deutschen Reich und stammt von Christopher Clark

“Die Wahrheit ist, dass Preußen ein europäischer Staat war, lange bevor es ein deutscher wurde. Deutschland war nicht die Erfüllung Preußens, sondern sein Verderben”
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BeitragThema: interessant   Di Jun 07, 2011 5:28 pm

.... interssant auch , daß der Begriff

N a z i b a n d e

hier zensiert wird.

Aus meinem obigen Eintrag

Zitat :
Preußen mußte zerschlagen werden, damit die ZENSUR wirkliche Macht ergreifen konnte.

Aber auch so ergibt der Satz einen Sinn ;-)


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BeitragThema: asa   Di Jun 07, 2011 6:36 pm

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BeitragThema: Sicher dat .....   Di Jun 07, 2011 6:44 pm

Nur zwei Dinge, da ich in Eile bin, vorab:

- Das Wort ZENSUR (s.o.) ist ebenfalls zensiert.
Die ZENSUR wurde hier mehr oberflächlich eingestellt - eine rein technische Angelegenheit eigentlich. Richtig ausgereift ist das nicht. Der Sinn:
Vermeidung von Beschimpfungen und dummen Vorwürfen o.ä.
Wahrung von Anstand und Sitte.

- Das Wappen, der Wappenadler.
Sie haben recht! Wir haben auch nie etwas anderes behauptet - zumindest nicht absichtlich. Obiges Wappen, mit Reichsapfel und Zepter, steht eigentlich mehr als "geschichtliches" Symbol, als Hinweis auf die Geschichte, unserem Geschichtsbewußtsein.
Der Staatsratsvorsitzende und selbstverständlich des FSP als solches benutzt natürlich den richtigen
Very Happy

- Wie wärs, wenn Sie zu jedem Thema Ihre Meinung schreiben würden.
Uns gegebenenfalls korrigieren und verbessern ........ denn:

- der FSP ist politisch nicht eingleisig. Jeder Staatsbürger kann bei uns seine Meinung los werden. Eine Meinungszensur findet nicht statt! (ein Kommunist wurde hier vor einigen Zeit gelöscht, da er nicht mehr schrieb, nicht etwa, weil er Kommunist war .........)

Nun, ich hoffe doch Zeit finden zu können um ihren ganzen beitrag ausgiebig würdigen zu können !

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BeitragThema: hm...   Mi Jun 08, 2011 4:55 pm

admin schrieb:
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Einer Anmeldung hier bin ich eher abgeneigt.

Sollte ich mit meiner Einschätzung deutlich daneben liegen, bitte ich um Entschuldigung, aber ich fürchte, hier nach meinen Maßstäben (nach welchen auch sonst) nicht auf Gleichgesinnte für die Rehabilitierung Preußens zu treffen.

Wie bei so vielen Themen kann man in Details gegenüber seinen Mitstreitern anderer Meinung sein, nicht aber in den grundlegenden Überzeugungen. Aber genau da, meine ich, trennen uns Welten.

Beispiel:

Fast ausnahmslos wird hier von "geraubten Gebieten" gesprochen. Abgesehen davon, daß dies ein eindeutig rechtslastiger Terminus ist (was ich verabscheue - habe halt auch eine Gesinnung), ist dies eine Einschätzung die ich auch inhaltlich überhaupt nicht teile. Auch ich halte Flucht und Vertreibung, egal wen man dazu zwingt oder wem man dies antut, für Unrecht. Vergessen wird mir hierbei nur zu schnell, daß es neben den 14 Mio deutschen Vertriebenen und Flüchtlingen auch 3,5 Mio Polen betraf. Wer möchte sich da zum Richter erheben und behaupten, daß 3,5 Mio Schicksale zu vernachlässigen wären? Und warum ereilte dieses Schiksal Menschen beider Staatsangehörigkeiten? Für mich teilen alle Vertriebenen das gleiche Schiksal, Polen und Deutsch emüßten sich gemeinsam organisierenm, aber nein, man pflegt lieber seine Ressentiments oder offene Feindschaft, zugegeben auf beiden Seiten.

Wir verloren unsere und Polen seine Ostgebiete, weil die feinen Herren Stalin und Hitler über das geheime Zusatzprotokoll und als Verbündete ganz Europa vom Eismeer bis zum Schwarzen Meer aufteilten und Stalin dann als Sieger quasi* von den Allierten dennoch die Erfüllung des Teils dieser Verträge verlangte, die die Sowjetunion betrafen. (*verkürzte Darstellung aber im Prinzip korrekt)

Wir verloren die Ostgebiete nicht aufgrund unser zweifellos vorhandenen Kriegsschuld (trotz Versailles) sondern auf Grund unserer Schwäche bzw. Nichtexistenz.

Ich habe in meiner Familie alles: Vertriebene und Flüchtlinge aus Ostpreußen und Schlesien aber auch Vertriebene aus den polnischen Gebieten. Den Menschen mag durch die Geschichte ihrem Empfinden nach die Heimat "geraubt" worden sein. Dennoch verbietet sich eine solche Sprache im politischen Diskurs - einfach weil es objektiv falsch ist. Außerdem ist es überdies auch noch undiplomatisch, fast schon dumm.

Beispiel Ende

Auch akzeptiere ich nicht und erkenne auch nicht an, einen heute vorgeblich rechtmäßig existierenden preußischen Landtag oder eine kommissarische preußische Regierung oder gar eine Reichsregierung. Dies ruft bei mir nur Kopfschütteln hervor; von den meisten Foristen hier, so scheint es mir, wird eine "berechtigte" Existenz dieser Institutionen aber angenommen. Selbst wenn ich - wovon ich ausgehe - in Ihren Augen als "Unwissender" mit meiner Sicht der Dinge volkommen daneben liege, muß es auch für Sie aufgrund der absoluten Gegensätzlichkeit unserer Grundsätze ausgeschlossen erscheinen mit mir Staat machen zu können.

Genau so wie Sie meinen mit Ihrer sicht der Dinge richtig zu liegen, meine ich dies von meiner Sicht, die von Ihrer aber grundverschieden ist.

Mein Preußen halte ich für humaner, toleranter, akzeptabler als das Ihre.

Und! Mein Preußen exestiert nicht mehr und noch nicht wieder.

Ich stelle mir vor, eine Akzeptanz für Preußen und das Preußische zu schaffen die es ermöglicht in mittlerer bis ferner Zukunft eine vereinigtes deutsches Bundesland aus Berlin und Brandenburg wieder Preußen zu nennen ohne daß die Ostgebiete und Niedersachsen dazu gehören.

Ich bin der festen Überzeugung, daß ein solches Ziel mit jemanden nicht zu erreichen ist, der von der Illegitimität der Bundesrepublik überzeugt ist, der mit (in meinen Augen) Phantasieinstitutionen arbeitet.

Mein Preußen kommt auch ohne Deutschland aus, muß es aber nicht.
Auf alle Fälle ist es aber human, tolerant und weltoffen.

Ja ich möchte Preußen fördern und doch möchte ich etwas ganz anderes als Sie.

Daher Danke für das Angebot aber Nein, ich möchte es nicht annehmen.
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Klaus
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BeitragThema: Tatsächlich Preußen   Mi Jun 08, 2011 6:51 pm

Guten Tag, Gast2

Ihre Überlegungen und Denkweisen teile ich weitestgehend, wie Sie auch an meinen Beiträgen erkennen können.

Die Frage welche ich mir seit gerauer Zeit stelle: wo kann man in diesem deutschen Parteienspektrum eine preußische Meinung oder besser Gesinnung vertreten? Neben Stiftung "preußischer Kulturbesitz" und weichgespültem BlaBla ist in der p.c. Welt kein tatsächlicher preußischer Ansatz (Nicht nur "labern" sondern "handeln") zu finden. GG-konform.

Ggf. können Sie mit einem Hinweis dienen.

Schwarz und weiß...

Klaus
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BeitragThema: so geht´auch...   Mi Jun 08, 2011 7:04 pm

Hier ein Thesenpapier welches 2002 entstand w w w.pinnow.com/fileadmin/Dokumente/Veroeffentlichungen/Freistaat_Preussen.pdf im World Wide Web (oder wie Sie sage würden im Weltetz) zu finden ist.
Warum es entstand weiß ich nicht, aber es ist ein Weg den ich mit bestreiten würde, ganz anders als das was hier vorgeschlagen oder getan wir:

10 PUNKTE ZUM THEMA
„BUNDESLAND FREISTAAT PREUSSEN“

Gedanken von Carsten und Dirk Pinnow, Berlin (2002)

1. Neugründung
Das Bundesland „Freistaat Preußen“ (bestehend aus dem Gebiet des Landes
Brandenburg, der Bundeshauptstadt Berlin – ggf. erweitert um Vorpommern und Teile Sachsen-Anhalts) sollte formal als Neugründung entstehen – eine rückwärtsgewandte, juristisch spitzfindige Verfahrensweise etwa durch Revision des alliierten Auflösungsbeschlusses wäre ein schwerer Geburtsfehler des neuen Bundeslandes.
Das Ziel heißt aber Zukunftsfähigkeit.

2. Ungeteilte Übernahme des Erbes
Der neue „Freistaat Preußen“ würde als Erbe des von den neuen „Regierungsbezirken“ Berlin und Brandenburg verwalteten preußischen Kulturgutes ohnehin kulturhistorisch in die Nachfolge des historischen Preußen' eintreten – nunmehr aber erweitert um die Erfahrungen des Verlustes aufgrund menschlichen Irrsinns in den Jahren 1933-1945 und 1945-1989 sowie der Teilung der Deutschen Hauptstadt nebst der schwierigen Selbstfindung Berlins und Brandenburgs nach der Wiedervereinigung.
Es kann und darf kein Zurück geben: Die Geschichte Berlins und Brandenburgs in den letzten zwei Dritteln des 20. Jahrhunderts werden Teil des Erbes des neuen Bundeslandes sein und dürfen nicht weggewischt werden. Die Kooperation mit allen europäischen Gemeinwesen, die Miterben preußischer Kulturgeschichte sind, kommt größte friedensstiftende, zukunftsorientierte Bedeutung zu; insbesondere sind hier die heutigen westpolnischen Geniete und das russische Nord-Ostpreußen zu nennen, aber auch andere Bundesländer (z.B. NRW).

3. Selbstverständnis
Der neue „Freistaat Preußen“ als Gebietskörperschaft wird zu einer Materialisierung preußischer Prinzipien (Kants Kategorischer Imperativ, Demut, kritisches Pflichtbewußtsein sowie Bereitschaft zum Widerstand gegen Unvernunft und Terror, Beharrlichkeit, Toleranz und Gastfreundschaft, Sparsamkeit).

4. Verpflichtung und Aufgabe
Der neue „Freistaat Preußen“ muß ein Bollwerk gegen jeglichen Extremismus
sein und Neubürgern ein lebenswertes Umfeld bieten; der bis heute anhaltenden demographischen Katastrophe, insbesondere in Brandenburg, kann allein durch Attraktivität für gut ausgebildete, leistungswillige Zuzügler gewehrt werden. Einwanderer haben seinerzeit Preußens Modernisierung maßgeblich mitgestaltet.
Die heutige Situation im „Informationszeitalter“ ist prinzipiell gar nicht so verschieden von damals. Daher muß den absurden, rückwärts orientierten politischen Ansichten („Internationale Gutmenschen-Wärmehalle für Dauer-Sozialfälle“ versus „ „Wagenburg für mentale Inzucht“) durch eine vernünftige, zukunftsorientierte Politik begegnet werden, die die Bundesländer und somit Deutschland insgesamt nachhaltig an die Leistungsspitze in Wissenschaft, Kultur, Politik und Wirtschaft bringt. Es ist geradezu Deutschlands Aufgabe, in Europa Schrittmacher und nicht Bremser zu sein – wer sonst könnte eine um ost- und südosteuropäische
Länder erweiterte EU zu einem ernstzunehmenden Wettbewerber etwa
mit der NAFTA machen? Daher ist der derzeitige mentale, politische und wirtschaftliche Mißstand in und um die Deutsche Hauptstadt herum fatal und potentielle Quelle von Gefahren für den inneren und äußeren Frieden. Die Erfahrungen gerade der Zeit der ersten deutschen Reupblik sollten ständige Warnung sein, wie schnell historische Chancen verspielt werden können.

5. Preußen im vereinten Europa
„Berlin ist unsere Heimat, Preußen unsere Kultur, Deutschland unser Vaterland, Europa unsere Zukunft.“ In diesem Sinne möge der „Freistaat Preußen“ sinngebend tätig werden und engagiert die europäische Vereinigung vorantreiben, so daß die zahlreichen Chancen der Globalisierung genutzt, deren Risiken aber begrenzt werden können.
Es gilt, ein transparentes, stabiles System aus Kommunen, Ländern, Nationalstaaten und der Europäischen Union zu etablieren – nur ein starkes Europa , das auf selbstbewußten Nationen mit leistungsfähigen Regionen und kulturreichen Gemeinden aufbaut, kann im Konzert der großen Kultur- und Wirtschaftsräume auf Dauer bestehen. Das vereinigte Europa muß weltweit verantwortungs- und machtvoll einen Führungsanspruch durchsetzen können; ein Abkapseln von der Welt ist nicht möglich. Neben starken gemeinschaftlichen Organen kann diese notwendige Stärke nur aus der Kraft und dem Reichtum der Teil-Gebietskörperschaften erwachsen. Dies meint eben gerade nicht destruktiven Größenwahn, sondern Einnahme einer Verantwortungsposition. Gerade die Geschiche Deutschlands verpflichtet zu einer aktiven Gestaltung der Weltpolitik – eine Flucht aus der Verantwortung kann es nicht geben.

6. Image
Mit „Preußen“ werden häufig Begriffe wie „Disziplin“, „Askese“, „Kargheit“ oder
gar „Militarismus“ in Verbindung gebracht. Der neue „Freistaat Preußen“ sollte
zeigen, daß Pflichtverständnis und Disziplin einerseits, Lebensfreude und
Lebensart andererseits sich nicht ausschließen.
Gerade die Beschäftigung mit dem kurfürstlichen Brandenburg zeigt, daß man in dieser Gegend durchaus zu ausschweifender Lebensweise fähig war, weshalb das daraus hervorgegangene damalige Preußen durch seinen Fokus auf Effizienz und Effektivität zwangsläufig als scharfer Kontrast erschien. Förderlich wäre die Erforschung preußischer Geschichte zur Freilegung verschütteten Brauchtums, ebenso aber auch der in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts entstandenen Alltagskultur im West- und Ostteil Berlins sowie auch in Brandenburg als Teil des
Gesamterbes. So gehört zur Alltagskultur Berlins (bis 1990 insbesondere im
Westteil) auch der kulturelle Einfluß von „Gastarbeitern“ und fremdem Militär.

7. Soziale Marktwirtschaft
„Zur Sozialen Marktwirtschaft gibt es keine humane Alternative“ – diese Erkenntnis aus der Nachkriegsentwicklung West-Deutschlands ist dauerhafte Verpflichtung gerade im 21. Jahrhundert.
Ein Blick auf die tatsächlichen Gegebenheiten zeigt, daß die Soziale Marktwirtschaft noch längst nicht im Bewußtsein aller etabliert ist und wachsende Bürokratie und Staatswirtschaft auch im wiedervereinigten Deutschland ihr schärfster Feind sind. Leistung muß sich lohnen, Verelendung vorgebeugt werden!
Somit ist es vornehmste Aufgabe des Staates, durch ein transparentes soziales Netz vorübergehend bedürftigen Menschen einen Anschub zur Wiederaufnahme einer eigenverantwortlichen Tätigkeit zu geben. Beispiele aus anderen Ländern (z.B. Niederlande, Provinz Limburg) können hierzu hilfreich sein. Subventionen, Steuern und Abgaben sind zu senken, Eigenleistungen für die Gemeinschaft zu
stärken. „Sparen“ im besten kaufmännischen Sinne meint Vermögensbildung und nicht allein die Reduzierung von Verschwendung. Gerade in schwierigen Zeiten ist antizyklisches Denken gefragt, müssen vermögensbildende Maßnahmen initiiert werden, die eine Investition in die Zukunft darstellen. Dazu gehört insbesondere die Aus- und Weiterbildung. Investitionen, die auf Dauer angelegtes Vermögen im Sinne von Infrastruktur und Wissen schaffen, dürfen durchaus auch über Kredite der kommenden Generationen finanziert werden, weil diese den Nutzen daraus ziehen werden. Verwerflich hingegen ist es, laufende Staatsausgaben („Betriebsausgaben“) über ungefragte Darlehen der Kinder und Kindeskinder zu bestreiten, weil hier die Vergangenheit zu Lasten der Zukunft als Schmarotzer auftritt.

8. Verankerung im Westen
Das Selbstverständnis Deutschlands als „westliches“ Land steht nicht zur Disposition. Gerade die Akzeptanzprobleme einiger Bürger aus den „neuen Bundesländern“ mit dem westlichen Menschenbild (Eigenverantwortung statt staatlicher Gängelei, Ablehnung von Rache- und Gesinnungsjustiz usw.) zeigen, daß Deutschlands Verankerung im Westen noch längst nicht abgeschlossen ist.
Zudem steht zu befürchten, daß auch im Westen Deutschlands das bisherige
Leben in einer „Schönwetter-Wirtschaftswunder-Demokratie“ mehr Schein als
Sein hervorgebracht hat und die demokratische Gesinnung der Menschen vor
allem angesichts der vielfältigen kommenden Zumutungen noch keineswegs verläßlich gesichert ist. Ein mentales Pendeln Deutschlands aber darf es nie wieder geben; vielmehr gilt es, die Mitte Europas als ein selbstbewußtes, von Verantwortung geleitetes Abendland machtvoll einzunehmen und aktiv als Mittler zwischen „West und Ost“, „Nord und Süd“ aufzutreten.

9. Tandem „Berlin – Potsdam“
Zwischen Potsdam als Regierungssitz und Berlin als Hauptstadt des „Freistaates Preußen“ ist eine gerechte Arbeitsteilung anzustreben.
Das Parlament möge im Gebäude des Abgeordnetenhauses von Berlin (Preußischer Landtag) untergebracht werden; ansonsten fungiert Berlin – als Metropole im Herzen des Bundeslandes – vor allem als kulturelle Hauptstadt. Potsdam sollte vorrangig Sitz der Ministerien sein, weil eine gewisse räumliche Distanz und Abgeschiedenheit gegenüber den Bundesbehörden geboten ist.

10. Subsidiarität
Dem strikten Subsidiaritätsprinzip folgend wären die Kompetenzen zu verteilen:
Der Berliner Magistrat im „Regierungsbezirk Berlin“ hätte kommunale und regionale Interessen der Berliner Bevölkerung gegenüber Freistaat und Bund zu vertreten, während die Brandenburger Regionalinteressen durch eine eigene Regierung gewahrt werden (prinzipiell ähnlich dem Freistaat Bayern).
Sonstige Landeseinrichtungen könnten und sollten durchaus auch auf Subzentren im Land verteilt werden.

Epilog
„Jede Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied“ – eine Erkenntnis, die sich auf jedes Bundesland, auf jeden Nationalstaat und gar auf die Europäische Union übertragen läßt.
„Stärke“ meint hier Entwicklungspotential; es geht um die Schaffung gerechter
Chancen, nicht jedoch um eine Gleichmacherei oder Gleichheit am Ziel.
Grundwerte, fairer Wettbewerb und Vielfalt sind die Stärken Europas.


Auch hier stimme ich nicht 100% mit allen Thesen überein. Hundertprozentige Übereinstimmung bei 10 Thesen wäre nur durch Urheberschaft oder aber eingeschränktes Urteilsvermögen, höchstens noch Zufall zu erklären. Aber! Diese Thesen sind ein guter Ansatz der es verdiente weiter verfolgt zu werden.

Auf die Foristen hier wirken diese Thesen sicherlich gruselig.

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BeitragThema: Dank an die Preußen!   Mi Jun 08, 2011 7:48 pm

Dank den Gästen für Ihre Beiträge!
Genau dazu ist dieses Forum da!

Preußen wach halten!

Nochmals Danke!

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BeitragThema: meine Vorstellung...   Mi Jun 08, 2011 8:15 pm


Zitat :
Die Frage welche ich mir seit gerauer Zeit stelle: wo kann man in diesem deutschen Parteienspektrum eine preußische Meinung oder besser Gesinnung vertreten? .... GG-konform.

Ggf. können Sie mit einem Hinweis dienen.

Werter Klaus,

auch ich habe mir die Frage gestellt wie man eine Rehabilitierung Preußens fördern und eine Akzeptanz eines zukünftigen Freistaates Preußen erreichen könnte.

Eine RICHTIGE Lösung maße ich mir nicht an gefunden zu haben, aber MEINE Lösung ist aus folgenden Überlegungen entstanden und sieht wie folgt aus.

Wie ich beobachten konnte sind fast sämtliche existierenden Vereinigungen die sich nicht nur dem Erhalt preußischen Erbes sondern auch der Zukunft Preußens verschrieben fühlen im monarchistischen oder im rechten/rechtsradikalen Spektrum zu finden. Letzteres stellt für mich eindeutig einen Widerspruch zum preußischen Gedanken dar und die Verwendung des Namens „Preußen“ ist für mich in diesem Zusammenhang eher ein Mißbrauch.

Eine Mitarbeit in den meisten dieser Vereinigungen schließe ich daher für mich aus.
(Vorsicht nachfolgender Satz könnte auf die Mehrheit der Foristen nachhaltig verstörend wirken) Ich bin eher ein ökologisch denkender Linksliberaler der etwas übrig hat für Kant und für das Primat der Vernunft. Seit Jahren wähle ich Grün, ohne Stammwähler zu sein. Aber ich entdecke dort immer wieder die größten Gemeinsamkeiten mit meinen Einstellungen und seien es nur 50+x Prozent. Für mich reicht das für ein Kreuz. Es gibt auch grüne Positionen denen ich vehement widerspreche, aber die gibt es überall. Wie in einem anderen Beitrag schon erwähnt: hundertprozentige Übereinstimmung ist nur durch…… usw…. zu erklären.

Nein der Weg den ich für geeignet halte Preußen zu rehabilitieren ist folgender.

Jeder Mensch ist mehr oder weniger stark in die Gesellschaft eingebunden, jeder hat seine Freunde und Bekannte, Sport oder Kulturvereine. Man ist im Idealfall integriert und als Gesprächspartner geschätzt. Wenn ein solcher Mensch in seinem Umkreis ein positives Preußenbild vermittelt ist der Sache sicherlich eher gedient als einer Vereinigung beizutreten oder zu gründen die primär das Ziel der Errichtung des Freistaates Preußens verfolgt.
Eine solche Vereinigung sähe sich automatisch und wie ich finde auch verständlicher Weise sofort einer kritischen Überprüfung hinsichtlich rechtsradikaler Tendenzen ausgesetzt. Auch wenn es per se keinen logischen Grund für eine solche Unterstellung gibt, zeigt die Realität aber, daß eine solche Verdächtigung angebracht scheint. Man müßte die Hälfte seiner Zeit damit verbringen zu beteuern anders als die anderen zu sein und hat dennoch für viele den Verdacht nicht ausräumend nur ein einziges Thema: Preußen. Was ist mit den anderen wichtigen, gesellschaftlichen Themen?

Ganz anders sieht es da doch aus, wenn jemand wie ich, der viel Wert auf Ökologie legt, der seine Umwelt manchmal mit Ausführungen zu gesunder bzw. regionaler Ernährung nervt, ganz unerwartet ein positives Preußenbild vermittelt. Da man meine anderen politischen Positionen kennt, ist das von vornherein unverdächtig, glaubwürdiger und überzeugender als viele andere Wege. Ich wage zu behaupten, daß es in meinem Familien- und Freundeskreis, zum Teil auch unter den Bekannten kaum noch ein negatives Bild von Preußen existiert.
Nun sind nicht alle gleich glühende Anhänger der Idee eines zukünftigen Freistaates Preußen aber der Schrecken wurde schon mal genommen.
Das sind alles auch ganz normale Menschen die SPD, CDU, Grüne wählen, vielleicht auch mal aus Versehen die Linke.

Sicherlich, werter Klaus, machen wir bei Wahlen nicht an der selben stelle ein Kreuz, aber uns eint die Liebe zu Preußen. Und Preußen kann nur durch einen breiten gesellschaftlichen Konsens rehabilitiert weren. Also muß jeder in seinem Umfeld dafür streiten und sein Umfeld als Multiplikator nutzen.

Stehen Sie der CDU nahe, so tut das Ihr Umfeld sicherlich auch mit dem Bezug auf die Regierungsbeteiligung der Zentrumspartei in Preußen ist der Einstieg doch schon getan.

Stehen Sie der SPD nahe ist der Bezug zu Otto Braun Gold wert. (Im Übrigen halte ich Otto Braun für einen der bedeutendsten Politiker Preußens und Deutschlands und für am meisten zu Unrecht in Vergessenheit geraten)

Und für Freunde der FDP hat man auch noch den Einstieg über die DDP die auch einige Minister stellte.

So kann jeder in seinem Spektrum bleiben und trotzdem für Preußen arbeiten. Das hallte ich für den effizientesten Ansatz.

Gerade die Geschichte des Freistaates Preußens als einziges deutsches Land in dem Weimar funktionierte, als Bollwerk der Demokratie gegen den Nationalsozialismus und die Hintergründe seiner Zerschlagung (Preußenschlag,, Dreimännerkollegium) bieten interessanten Stoff in angenehmer Atmosphäre mit Freunden über Preußen zu philosophieren.

Auch nach meinem Dafürhalten wichtig, daß ein Freistaat Preußen nicht 1932 ansetzt sondern in der Jetztzeit, nicht zurück auf Anfang sondern Fortführung der preußischen Idee unter Berücksichtigung heutiger Gegebenheiten, wobei ich in diesem Punkt auch als ökologischer Linksliberaler in einigen Bereichen einem gewissen Wertkonservativismus positiv gegenüber stehe.

Meine Lösung also keine Partei sondern parteienübergreifend, jeder in seinem Umfeld.

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BeitragThema: Nachtrag   Mi Jun 08, 2011 8:45 pm

Nachtrag @ Klaus

... und solange wir für den Freistaat Preußen streiten und er nicht existiert, ist Preußen zwar keine administrative Einheit, aber dafür immerhin noch das, was es schon immer vornehmlich war: Eine Haltung!

Und die können wir als Sozialdemokrat, als Öko, als Liberaler oder als Konservativer jederzeit an den Tag legen.

Dazu vielleicht ein Essay des von mir hoch geschätzten Julius H. Schoeps, erschienen im CICERO w w w.cicero.de/97.php?ress_id=4&item=405

... Julius H. Schoeps, geboren 1942, ist Professor für Neuere Geschichte und Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-XXXX Studien an der Universität Potsdam. Zuletzt erschien von ihm „Mein Weg als deutscher J u d e“ imPhilo Verlag, 2004



Die unbewusste Leitkultur: Preußen
von Julius H. Schoeps

Deutschland führt eine Patriotismus-Debatte. Geschichtsvergessen allerdings. Beim Blick zurück ließe sich etwas Großartiges entdecken, das Tugend und Toleranz vereint. Plädoyer für eine verschmähte Leitkultur.



Ich plädiere für etwas Verschmähtes. Für eine Leitkultur, die es längst gibt. Oder gab. Ich plädiere für Preußen und seine Tugenden.

Preußen beginnt mit Vielfalt. Das Land der Junker mit Reitstiefeln, der schnarrenden Leutnants, der Eifer-Pastoren, der Siegesallee-Marschierer, Himmeldonnerwetterpolitiker ist nur das eine. Das Land der pünktlichen Eisenbahnen, die Heimat von Treue und Fleiß das andere. Im dritten Preußen liegt Doktor Martin Luthers Bibel in schwieliger Bauernhand, kommt ehrliches Roggenbrot zu dicker Milch. Im vierten wohnt Voltaire in Sanssouci. Das Vaterland Friedrichs des Großen und Kants. Das erwählte Vaterland Fichtes und Arndts. Das Land, wo Minister zu Füßen Hegels saßen. Die Kirche, in der Schleiermacher predigte. Die Universität, an der Jakob Grimm, Treitschke, Mommsen lehrten. Schlüters und Schinkels Bauten und Denkmäler. Chodowieckis Stiche, Menzels Bilder, Scharnhorsts, Clausewitzens und Moltkes Heere.

Jeder hat sein Bild von Preußen. Und damit schon beginnt das Faszinosum. Preußen war Multikulti, längst bevor das Wort erfunden war. Jeder sollte schließlich nach seiner Façon selig werden. Aber alles wiederum in einer starken Staatsfaçon.

Säbelrasselnde Militaristen und Monokel tragende Ignoranten gab es zwar, aber es ist eine geschichtsferne Legende, Preußen als die zentrale Brutstätte des Militarismus in Europa zu bezeichnen. Der Historiker Heinrich von Sybel hat einmal festgestellt, dass Preußen im Vergleich zu anderen europäischen Staaten an den wenigsten Kriegen beteiligt war. In allen zwischen 1701 und 1933 geführten Kriegen, so behauptete Sybel, ist Frankreich mit 28 Prozent, England mit 23, Russland mit 21 und Preußen-Deutschland mit 8 Prozent involviert gewesen. Gleichgültig, ob die Zahlen genau stimmen oder nicht, fest steht, dass es fast so etwas wie eine preußische Maxime gegeben hat, Konflikte friedlich am Konferenztisch zu regeln. Einen Krieg zu führen, entschied man sich erst dann, wenn jede andere Möglichkeit ausschied. „Ultima ratio regis“, so lautete die Inschrift auf preußischen Kanonen, was kurz und bündig etwa so viel hieß wie: Der Waffengang ist der letzte Ausweg.

Dass Preußen die Verkörperung des Militarismus gewesen sein soll, ist einer der Mythen, die zum Zerrbild erstarrt scheinen. Dieses Bild verkennt, was preußisches Militär und Soldatentum tatsächlich gewesen ist. Nachweislich haben Scharnhorst, Gneisenau, Clausewitz anderes gewollt und verwirklicht als Gamaschendienst. Die großen Gestalten der preußischen Militärgeschichte sind Rebellen gewesen, die wussten, dass es Situationen geben kann, wo Ungehorsam gerechtfertigt ist.

Bekannt ist beispielsweise der Brief des York von Wartenburg vom 3. Februar 1813 aus Tilsit an Friedrich Wilhelm III., in dem er sich seiner Eigenmächtigkeit wegen vor dem König verantwortete. Zur Erinnerung des Lesers: Aus eigenem Entschluss hatte York das preußische Korps aus dem Zusammenbruch des napoleonischen Russlandfeldzuges herausgelöst und dadurch die politischen Konstellationen entscheidend verändert.

Der Brief an den König gilt als ein typisches „preußisches“ Dokument: „Der Schritt, den ich getan“, so heißt es da, „ist ohne Befehl Eurer Majestät geschehen. Die Umstände und wichtige Rücksichten müssen ihn aber für die Mit- und Nachwelt rechtfertigen, selbst dann, wenn die Politik erheischt, dass meine Person verurteilt werden muss…“

Nun kann man über die Auswüchse der Militarisierung im Wilhelminismus streiten. Das Preußen aber, von dem ich spreche, ist eine größere Idee, könnte, wenn man so will, Vorbild für die heute allerorts geforderte Leitkultur sein: das Preußen der (religiösen) Toleranz, das Preußen einer funktionierenden und unbestechlichen Verwaltung, das Preußen der Künste und der Wissenschaft, das Preußen, das sich demokratischer Werte und dem Recht verpflichtet fühlte.

Preuße war man nicht durch Geburt, sondern durch Bekenntnis und Lebenseinstellung. Einer der Gründe dafür, wie bereits angedeutet, hing unter anderem mit der sich ungleichzeitig und in Sprüngen vollziehenden territorialen Entwicklung zusammen. Ein preußisches Staatsvolk im eigentlichen Sinne hat es wegen dieser Entwicklung nicht geben können. Die Menschen begriffen sich in erster Linie als Niederländer, Friesen, Polen, Pommern oder Märker, sprachen deutsch, polnisch, litauisch oder wallonisch, bekannten sich aber zu Preußen und der damit verbundenen übernationalen Staatsidee. „Preußentum“, meinte Oswald Spengler einmal, „ist ein Lebensgefühl, ein Instinkt, ein Nichtanderskönnen“.

Einer der Gründe für die Sympathien, die der preußischen Staatsidee entgegengebracht wurden, war der, dass das alte Preußen ein Rechtsstaat gewesen ist. Mit gutem Grund konnte der konservative Abgeordnete Hermann Wagener am 19. März 1870 im Norddeutschen Reichstag feststellen: „Ich mag gewesen sein, wo ich wollte, stets habe ich schon von weitem den schwarz-weißen Schlagbaum in meinem Herzen mit Freuden begrüßt und habe stets das Gefühl der vollkommenen Rechtssicherheit gehabt, sowie ich meinen ersten Schritt durch diesen Schlagbaum hindurch gemacht habe. Nicht England und nicht Frankreich, kein anderes Land kann sich von Anbeginn mit unserem preußischen Vaterlande in Bezug auf die Handhabung des Rechts messen und vergleichen.“

Hermann Wagener spielte mit seiner Bemerkung auf das spezifische in Preußen herrschende Rechtsverständnis an. Diesem Rechtsverständnis lag die Überzeugung zu Grunde, dass vor dem Recht alle Menschen gleich sind. Friedrich II. hat bekanntlich dieser Überzeugung in einem Schreiben an das Kammergericht im Prozess des Müller Arnold beredten Ausdruck gegeben: „Indem vor der Justiz alle Leute gleich sind, es mag sein ein Prinz, der wider einen Bauern klagt, oder auch umgekehrt, so ist der Prinz vor der Justiz dem Bauern gleich; und bei solchen Gelegenheiten muss pur nach der Gerechtigkeit verfahren werden, ohne Ansehen der Person…“ Mit diesem Rechtsverständnis war Preußen Ende des 18. Jahrhunderts einer der modernsten Staaten der Erde. Das Landrecht war fast gleichzeitig mit der Annahme der amerikanischen Verfassung im Jahre 1787 verkündet worden und stellt somit den preußisch-deutschen Beitrag zur „Declaration des Droits des Hommes“ dar.

Eine der schwierigen Hypotheken des preußischen Erbes ist der Sachverhalt, dass die so genannten „preußischen Tugenden“, wie wir Pflichtgefühl, Pünktlichkeit, Sparsamkeit beziehungsweise das Maßhaltenkönnen, Bescheidenheit und Gewissenhaftigkeit nennen, im Hitler-Deutschland pervertiert worden sind. Es ist viel darüber geschrieben worden, wie es zu dieser Pervertierung gekommen ist. Am plausibelsten sind jene Erklärungen, die von einer Auflösung des „preußischen Stils“ ausgehen. Angeblich fällt dieser Prozess mit dem Ende Preußens zusammen, mit dem Aufgehen Preußens in Deutschland also.

Das 1871 entstandene Deutsche Reich hatte nur noch wenig mit Preußen zu tun, insbesondere nicht mit dessen Geist und dessen Staatsidee. Arthur Moeller van den Bruck, einer der Weimarer Jungkonservativen, von dem der Begriff „Preußischer Stil“ stammt, bemerkte: „Preußen wurde das Opfer von Deutschland. Der Zusammenbruch begann mit der Selbstentfremdung, mit seiner völligen Verkennung der eigenen Werte.“

Der Widerstand gegen Hitler, dem Männer mit sehr preußischen Namen wie York und Witzleben, Moltke und Schulenberg angehörten, legt Zeugnis für das wahre Preußen ab. Seine Vertreter hatten sich einer sittlichen Idee verschrieben und ihr Handeln und Tun entsprechend ausgerichtet. Sie verkörperten eine Haltung des Widerstands, für die ein Satz des Generalfeldmarschalls Hellmuth Graf von Moltke zutreffen könnte. „Überhaupt“, bemerkte er einmal in einem Gespräch mit dem Historiker Heinrich Friedjung – „Gehorsam ist Prinzip, aber der Mann steht über dem Prinzip.“

Ich möchte an dieser Stelle meinen Vater zitieren, Hans Joachim Schoeps, der in seinem Preußen-Buch den 20. Juli 1944 als das Datum bezeichnet, an dem das alte Preußen zum letzten Mal sichtbar wurde: „Es war ein letzter Ausklang der sittlichen Idee dieses Staates. Die Männer der Widerstandsbewegung gegen den Nationalsozialismus – Offiziere, Beamte Gewerkschaftsführer –, die des Glockenspielmotivs der Potsdamer Garnisonskirche („Üb’ immer Treu und Redlichkeit…) halber aufstanden, sind Blutzeugen des wirklichen Preußentums in unserer Generation geworden.“

Zuweilen werden preußische Tugenden wie Pflichtgefühl, Pünktlichkeit, Sparsamkeit, Bescheidenheit und Gewissenhaftigkeit als „Sekundär-Tugenden“ abgetan. Sie sind aber mehr. Der Bundesrepublik Deutschland, insbesondere in der jetzt schwierigen Phase des Zusammenwachsens der westlichen und östlichen Landesteile, stünde es gut an, sich an Geist und Ethos des nicht mehr existierenden Preußen zu orientieren.

Denn das, was wir gegenwärtig im Prozess der noch immer andauernden Vereinigung erleben, macht deutlich, dass die eigentlichen Probleme nicht so sehr wirtschaftlicher Natur sind, sondern dass es fast mehr der Mangel an ethischen Maßstäben und Orientierungen ist, der uns beunruhigt. Das gilt für den Osten wie für den Westen unseres Landes gleichermaßen. Man denke nur an die etwas eigenartige Dienstauffassung mancher Verwaltungsbeamter, die sich beispielsweise Trennungsentschädigungen anweisen lassen, die ihnen nicht zustehen. Oder man denke an jene Beamte, die für die Erteilung einer behördlichen Genehmigung die Hand aufhalten, ohne dass sie dabei ein irgendwie geartetes Unrechtsbewusstsein haben. Die Selbsbedienungsmentalität, die aus einem solchen Verhalten spricht, schadet mehr als die verspotteten „preußischen Tugenden“, die vielleicht in der Tat manchmal etwas altmodisch anmuten, für ein funktionierendes Gemeinwesen aber lebensnotwendig sind.

„Travailler pour le Roi de Prusse“ haben es die Franzosen genannt, wenn einer eine Sache um ihrer selbst willen tat ohne Aussicht auf Fortkommen oder Belohnung. Man würde sich mit einer solchen Forderung heute geradezu lächerlich machen, denn zunehmend gilt als erste Bürgerpflicht, zu konsumieren und sich die Taschen vollzustopfen. Uneigennützige Dienstauffassung, gewissenhafte Pflichterfüllung und Unbestechlichkeit sind Einstellungen, die in unserer hedonistischen und auf schnellen Genuss programmierten Gesellschaft nicht mehr sehr gefragt sind. Sie müssen geradezu zwangsläufig auf Unverständnis und Kopfschütteln stoßen.

Häufig wird übersehen, dass auch im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland im Ansatz die preußischen Staatstugenden verankert sind. Das Leitbild, an dem sich Staatsbeamte zu orientieren haben, kann als ein durchaus „preußisches“ Leitbild gelten. Der Artikel 33 des Grundgesetzes zum Beispiel fordert, „uneigennützige Hingabe an den Dienst, ein hohes Maß an Nüchternheit und Sachlichkeit in der Urteilsbildung, eine gewissenhafte Pflichterfüllung und absolute Unbestechlichkeit“, kurzum die selbstlose Hingabe an Amt und Staat.

Gerade die preußischen Tugenden werden in schwierigen Zeiten immer wieder beschworen und von Staat und Gesellschaft gleichermaßen vermisst. Demzufolge ist der Wunsch auf die Rückgewinnung einstiger Wertvorstellungen vielerorts groß und auch durchaus verständlich. Preußens Tugenden sind auch heute noch Programm, gerade weil sie zu unserem Erbgut gehören. Sie mögen einer untergegangenen Welt entstammen. Das aber ändert nichts daran, dass sie nach wie vor existieren, gewissermaßen also eine unterbewusste Leitkultur darstellen.
...


An dieser Stelle möchte ich meiner Verwunderung darüber Ausdrück Verleihen, daß das Wort J ude in diesem Forum auch unterdrückt wird, die Betreiber werden schon Wissen warum...
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BeitragThema: Gestatten - Anders! Herr Anders!   Mo Jun 13, 2011 12:27 pm

Nun will ich versuchen auf die Fragen, Vorwürfe oder allgemein, den Beitrag von gast2 zu antworten.

Also, Punkt für Punkt:

es ist schon seltsam, wie herrlich unverbindlich Ihre Antworten auf die Frage nach der politischen Ausrichtung der Forumsbetreiber und -user sind.


Unverbindlich muß die Frage nach der politischen Ausrichrtung sein, da es hier in 1. Linie um die Wiederherstellung Preußens geht und nicht um irgend eine Partei oder politische Strömung. So sind hier ALLE politischen Meinungen gefragt.
Ich schätze aber einmal, daß hier wesentlich mehr Nationalisten anwesend sind als z.B. Christdemokraten, die ganz im Geiste Kohls ja den Osten letztlich verraten haben!

Und auch wenn Sie sich dazu nicht geäußert haben so geben Ihre indoktrinierte Sprache, die Inhalte dieses Forums und auch die Avatare der User einen eindeutigen Hinweis auf die geistig-politische Heimat der Betreiber und der geduldeten Foristen.

Nun, das hoffe ich doch! Jeder Avatar sollte zumindest ein wenig die Meinung des Mitgliedes erkennen lassen. Oftmals werden Avatar-Bilder aber auch ganz gezielt als Provokation genutzt ..... Das bitte mal nicht vergessen

(Zum Wappen hatte ich mich ja schon geäußert ...... Wäre eigentlich reichlich dämlich, wenn wir ein Preußen Forum betreiben und das Preußische Wappen nicht kennen würden, oder! Für so klug sollte man uns dann doch schon halten, auch, wenn man vielleicht mit den eventuellen (!) politischen Ansichten nicht überein stimmt!)

Der Administrator (Gottkönig!!!!) und vorgeblich oberste Streiter für den Freistaat nutzt als Avatar die Königsstandarte welche von 1889 bis 1918 Gültigkeit besaß. Andere User tragen die Farben des Kaiserreiches in ihrem Avatar und schwafeln über Preußen. (oder sind es gar die Farben der Reichkriegsflagge??) Meine Herren!, die Farben Preußens sind Schwarz und Weiß, sonst nichts, basta!! Die Verlinkung zu Webseiten der User führen zu rechtem Gesinnungsschrott, der herzlich wenig mit dem Geiste von Weimar oder gar Preußens zu tun hat – sondern vielmehr mit denen die Weimar und Preußen zerstört haben – eine seltsame Allianz.

Also die Punktebewertung bzw. die Namenskennzeichnung und der Forumsrang sind rein willkürlich gewählt worden zu einem Zeitpunkt, an dem das Forum noch gar nicht online, also im Netz war!
Aber man wird lachen. Ich hatte ohnehin vor, die "Rangordnung" zu überarbeiten - sie gefiehl mir noch nie so richtig.
Hingewiesen werden muß0 jedoch darauf, daß JEDER Forumsschreiber, jedes Mitglied!, in den schönen Rang des Gottkönigs gelangen kann!!!!!!!!

Auch der lächerliche Versuch sich vermeintlich völkerrechtlicher Konstruktionen zu bedienen, um einen Freistaat Preußen in einem Deutschen Reich auferstehen zu lassen wirken, höflich formuliert, befremdlich.

Dazu:Aus dem Spruch des Bundesverfassungsgerichtes vom 31. Juli 1973 bei der Überprüfung des Grundlagenvertrags mit der DDR (Quelle: Wikipedia)

Mit der Errichtung der Bundesrepublik Deutschland wurde nicht ein neuer westdeutscher Staat gegründet, sondern ein Teil Deutschlands neu organisiert […]. Die Bundesrepublik Deutschland ist also nicht „Rechtsnachfolger“ des Deutschen Reiches, sondern als Staat identisch mit dem Staat „Deutsches Reich“, – in bezug auf seine räumliche Ausdehnung allerdings „teilidentisch“, so daß insoweit die Identität keine Ausschließlichkeit beansprucht. […] Sie beschränkt staatsrechtlich ihre Hoheitsgewalt auf den „Geltungsbereich des Grundgesetzes“..


Das ich kein Kenner diverser Gesetzestexte bin und schon gar kein Freund eines gesetzes, welches von den Alliierten abgesegnet werden mußte dürfe bekannt sein. Die Rechtslage ist aber klar, sofern man das ÜBERGEORDNETE Völkerrecht berücksichtigt.
Da Gebietsabtrennungen unrechtens sind, ist auch die Abtrennung Ostpreußens (z.B.) falsch und unrechtens.
Wenn nun die BRD Rechtsnachfolger ist, und dies ist in der tat so, da die Reichsregierung nicht handlungsfähig ist!, müßte das so hoch gelobte "Grundgesetz" auch auf dem territorium Ostpreußens Gültigkeit haben.
Nun, Ostpreußen gehört völkerrechtlich weiterhin zum Deutschen reich, was weiterhin Gültigkeit besitzt, und wird von Russen und Polen nur verwaltet. Es ist weiterhin ein fester und unumstößlicher bestandteil des Deutschen Reiches und gehört dem deutschen Volke - und nicht den Russen oder Polen. Das ist doch wohl die wesentliche Aussage - zumindest in diesem Forum!

Auch ich habe nichts gegen einen Freistaat Preußen, genauer gesagt bin ich ausdrücklich dafür, aber warum nicht über den Weg, daß zunächst Aufklärung betrieben wird in Sachen Geschichte Preußens, seine fortschrittliche Rolle in Europa im Kontext der jeweiligen Zeit, Aufklärung darüber, daß das was sich nach 1933 Preußen schimpfte nur noch Alibi für die braune Pest war, lediglich deren Machtergreifung diente und sonst nichts mit preußischen Werten gemein hatte. Preußen mußte zerschlagen werden, damit die ZENSUR wirkliche Macht ergreifen konnte. Okay bei diesem Weg kämen Sie hier ziemlich schlecht weg, aber was kümmert´s mich? Ziel muß es sein in der Bevölkerung Akzeptanz für diese Idee zu gewinnen. Das was in diesem Forum passiert ist dazu überhaupt nicht geeignet, im Gegenteil!!

Hm, da reden wir aneinander vorbei?
Dieses Forum besteht ja um Aufklärung zu betreiben, um das Andenken auch in der Theorie am leben zu erhalten. dazu gehört auch die Geschichte. Welche wir auch gar nicht leugnen oder verfälschen wollen!
Insgessamt sollte aber Klarheit darüber herschen, daß die viel zitierten "preußischen Werte" ja wohl nichts anderes sind als die heute noch in aller Welt hoch gelobten "deutschen Werte" oder auch "die deutsche Art". Das kann man auch schon zerreden, ändert aber an der Grundlage nichts. Ich jedenfalls wüßte nichts "typisch Deutsches" (aus der Sicht eines Chinesen z.B.), was nicht auch zu diesen preußischen Werten, Tugenden oder dem Lebensstiel gehören würde.

Mein Schluß nach Durchforstung dieses Forums: Hier wird der Sache Preußens kein Gefallen getan, im Gegenteil. Hier wird die Idee der Rehabilitierung Preußens diskreditiert.

Also nochmals: In aller erster Linie geht es hier um die Erhaltung des Andenkens an Preußen, insbesondere an jenes Preußen, welches heutzutage von anderen Völkern verwaltet wird. Wem die bisherigen beiträge usw. in diesem Forum dann nicht gefallen, der kann doch eigene dazu beisteuern.
Schreiben, Meinung sagen, Fotos, Bilder posten und veröffentlichen, Lieder, Gedichte, Anekdoten usw.
Preußen lebt auch hier - auch, wenn Sie es vielleicht lieber hätten, daß man anderer meinung sein kann!

Und dann, was Zitate angeht:

Der Drang, fremden Interessen zu dienen, selbst wenn dies nur unter Preisgabe der nationalen Interessen möglich ist, ist eine Krankheit, deren geographische Verbreitung auf Deutschland beschränkt ist.

Otto Fürst von Bismarck

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BeitragThema: Mein Preußen -- Dein Preußen - Eine Frage der Deutungshoheit   Mi Jun 15, 2011 5:29 pm

Ohne auf alle Punkte einzugehen, einige Erwiderungen

Zitat :
Ich schätze aber einmal, daß hier wesentlich mehr Nationalisten anwesend sind als z.B. Christdemokraten, die ganz im Geiste Kohls ja den Osten letztlich verraten haben!“

In diesem kurzen Satz stehen Für mich zwei Aussagen, die mich in meiner Meinung bestärken, daß es Ihnen hier keinesfalls um Preußen geht, zumindest aber nicht um daß Preußen welches ich gerne rehabilitiert sehen würde.
Schauen wir in die Weimarer Republik! Feindlich gegenüber einer Demokratischen Republik standen in erster Linie die Kommunisten und die Nationalisten. Die Nationalisten waren es schließlich, die Preußen in den Abgrund trieben und letztendlich vernichteten. Wie sagte damals der Führer des Stahlhelmes und in abgewandelter Form dann auch der spätere Propagandaminister: „Wer Preußen hat, hat Deutschland“ – diesem Grundsatz gehorchend setzten die Nationalisten alles daran Preußen zu zerstören bzw. mit der späteren Gleichschaltung der Länder auf eine bedeutungslose administrative Einheit zu beschränken. Dies gelang ja dann auch mit freundlicher oder naiver Unterstützung des Reichskanzlers von Papen. Alles Preußische, alles Fortschrittliche ging verloren. Der Begriff „Preußen“ wurde durch Nationalisten mißbraucht, instrumentalisiert und wird es hier im Forum ebenso.

Und ganz kurz zum Thema Verrat durch Kohl:
Wenn Sie den Vorwurf des Verrates ernst meinen, unterstellen Sie gleichzeitig Rechtmäßigkeit – Ihrer sonstigen Argumentation (nur theoretisch) folgend sind aber sämtliche Verträge die die Bundesrepublik geschlossen hat aufgrund von völkerrechtlichen Verstößen aber nichtig und demzufolge bedeutungslos. Da beißt sich Ihre Katze in den Schwanz.

Nach meinem Dafürhalten hat die Regierung Kohl diesbezüglich alles richtig gemacht und im Interesse der Mehrheit der Deutschen gehandelt. Auch ich halte zwar die Vertreibung und das Abtrennen der Gebiete für Unrecht*, bin aber dennoch soweit zu sagen, daß eine Revision heute ein genauso großes, wenn nicht noch größeres Unrecht an den dort lebenden Menschen – die dafür nichts können –darstellen würde. ich kann das Sagen weil ich Humanist bin und nicht Egoismen über Werte stelle. Ein Nationalist hat hier ein Denkverbot er kann garnicht anders als rückwärts denken.
Verhindert werden können hätte dies nur dadurch, daß die Westallierten der Westverschiebung Polens nicht zugestimmt hätten. Die Westverschiebung war eine Option die notwendig wurde weil die Sowjetunion auf den Verbleib der ihr durch das deutsch-sowjetische Abkommen (Ribbentrop-Molotow-Pakt). zugesprochenen Gebiete nicht nur in deren Machtbereich sondern als deren Territorium beharrte. Hätte man der Westverschiebung Polens nicht zugestimmt, hätte das sicher Krieg bedeutet, daß das nach 6 Kriegsjahren keiner mehr wollte war verständlich und richtig und auch gut so.
Also wenn wir schon Unrecht anprangern dann bitte komplex und nicht egoistisch, dann gibt es aber plötzlich keine einfachen Lösungen mehr. Achso – ich vergaß – Sie als Nationalist dürfen das ja, mir als Humanisten bleibt das zum Glück verwehrt.

Geht es Nationalisten tatsächlich um „Heimat“ oder um „Eigentum“ und „Raum“? Wenn ich mal dort bin fühle ich mich auch zu Hause, ein wenig wehmütig auch, aber Revanche- oder Rachegelüste sind mir fremd. Es ist gut so wie es ist.


Zitat :
..Wäre eigentlich reichlich dämlich, wenn wir ein Preußen Forum betreiben und das Preußische Wappen nicht kennen würden, oder! Für so klug sollte man uns dann doch schon halten….“

Das ist eine wohlwollende Unterstellung Ihrerseits. Hier eine weniger wohlwollende Unterstellung meinerseits:
Sie wissen ganz genau, daß das Wappen, das sie im Forum benutzen nichts mit dem Freistaat zu tun hat. Das Wappen, welches Sie benutzen dürften steht aber für so ziemlich alles, daß Sie als Nationalist an Preußen verabscheuen – für den einzigen deutschen Staat in dem Weimar funktionierte, für das demokratische Bollwerk Preußen – in dem Uniform- und teilweise Parteienverbot für Nationalisten galten. Und hier der Gipfel meiner Unterstellung: das Wappen, daß sie benutzen wollten, dürfen Sie nicht benutzen, weil es ein verfassungsfeindliches Symbol enthält.
hier die Links zu den Wappen auf Wikipedia
das wollen Sie nicht: (irgendwie will dieses Forum keine eingebetteten oder ausgeschriebenen Links von mir. daher ein wenig entstellt zum selbstkopieren)


upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/a0/Freestate_of_prussia_coat_of_arms_1920–1947.png/107px-Freestate_of_prussia_coat_of_arms_1920–1947.png

das dürfen Sie nicht:

de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Coat_of_arms_of_Prussia_1933.svg&filetimestamp=20080707002149

Zitat :
Insgessamt sollte aber Klarheit darüber herschen, daß die viel zitierten "preußischen Werte" ja wohl nichts anderes sind als die heute noch in aller Welt hoch gelobten "deutschen Werte" oder auch "die deutsche Art". Das kann man auch schon zerreden, ändert aber an der Grundlage nichts. Ich jedenfalls wüßte nichts "typisch Deutsches" (aus der Sicht eines Chinesen z.B.), was nicht auch zu diesen preußischen Werten, Tugenden oder dem Lebensstiel gehören würde.“

Fangen wir mal hinten an: „Aus der Sicht eines Chinesen“ – wie Sie es anführten – tragen alle Deutschen Lederhosen, trinken Bier aus großen Krügen, und halten sich eine Kuh mit großen Almglocken,sind also gänzlich unpreußisch – beruht ebenso wie Ihre Aussage nur auf gefühlten Fakten zeigt aber, daß man sowas nicht als Argument anbringen kann.
Ich bin der Auffassung, daß das, was man als preußische Werte versteht durch Deutschland von Preußen adaptiert wurde, vielleicht auch sogar mehr vom ausland als durch sich selbst, aber gerade die Werte eines deutschen Nationalisten haben rein garnichts mit preußischen Werten zu tun. Preußen war schon immer Vielfalt der Begriff einer „Preußischen Nation“ ist ein Widerspruch in sich selbst. Preußen war ein Staat, war eine Einstellung, eine Haltung in der viele Nationalitäten miteinander auskommen mußten und auskamen. Sicher beneidete man Preußen um die Effizienz seiner Verwaltung. Das Dritte Reich hat diese Effizienz pervertiert – haften gebliebn ist diese Perversion an Preußen – das ist auch UNRECHT

Zitat :
„…. insbesondere an jenes Preußen, welches heutzutage von anderen Völkern verwaltet wird.“

Warum immer rückwärtsgewand. Warum nicht mit dem Preußen arbeiten, daß heute noch existiert.
Warum nicht dafür streiten, daß ein vereinigtes Bundesland Berlin-Brandenburg eventuell auch ein Gebiet nach existierenden Vorschlägen zu Bundesländerfiusionen (wieder zum selbstkopieren: de.wikipedia.org/wiki/Neugliederung_des_Bundesgebietes#Konkrete_Vorschl.C3.A4ge_f.C3.BCr_eine_Neugliederung_nach_1990) den Namen Freistaat Preußen bekommt.

In dieser Hinsicht mag ich für die meisten meiner Mitbürger genauso exotische Vorstellungen haben wie Sie, aber ich bleibe dabei immer noch Humanist

Und nochmal Preußen ist zwar ein deutscher Staat* aber Deutschland ist nicht gleich Preußen.

*und auch das stimmt nur für die jüngere Vergangenheit (Stichwort Herzogtum Preußen, Preußen königlichen Anteils etc. pp). – Da ich mit Preußen aber all das meine, was in der brandenburgisch-preußischen Tradition steht, kann man diesen korrigierenden Einwand eigentlich vernachlässigen
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BeitragThema: Obwohl nicht mit mir konform - Forumsziel erreicht!   Mi Jun 15, 2011 7:01 pm

Ich antworte -mal wieder leider aus Zeitgründen- auch nicht auf alles aber eins ist doch ofrfensichtlicher Blödsinn:

Zitat:
Und ganz kurz zum Thema Verrat durch Kohl:
Wenn Sie den Vorwurf des Verrates ernst meinen, unterstellen Sie gleichzeitig Rechtmäßigkeit – Ihrer sonstigen Argumentation (nur theoretisch) folgend sind aber sämtliche Verträge die die Bundesrepublik geschlossen hat aufgrund von völkerrechtlichen Verstößen aber nichtig und demzufolge bedeutungslos. Da beißt sich Ihre Katze in den Schwanz.


Selbstverständlich hätte die Anerkennung durch den BRD Kanzler nichts am Rechtszustand des Deutschen Reiches und Preußens geändert, als Deutscher wäre es jedoch seine Pflicht gewesen, daß Rückgabeangebot von Gorbatschow anzunehmen.

Ansonsten ist die Sache wohl zweischneidig!
Zum einen ist die BRD Rechtsnachfolger bzw. Verwalter des Deutschen Reiches -das ja weiter existent ist- Die BRD könnte also für das Reich sprechen, ja, es m,üßte sogar für dessen Wiederherstellung eintreten.
Zum anderen, da sich die BRD Politiker ja als "eigenständig" dastellen, üben sie Verrat, da sie ja eben NICHT für die Wiederherstellung des Reiches arbeiten.

Die Verträge, welche die BRD abschließt, sowie alle Verträge, welche von Dritten mit der BRD abgeschlossen werden und wurden sind nur insofern rechtmäßig, wie sie die Wiederherstellung des Deutschen Reiches und Preußen fördern!
Also quasie: alle unrechtens!

Also nochmals:
Die BRD ist Verwalter, meinetwegen auch Rechtsnachfolger, oder wie man das nun juristisch ausdrücken müßte, des Deutschen Reiches und müßte alles dafür tun, daß das eben nicht untergegangene Deutsche Reich wieder handlungsfähig wird. Da das die "deutschen" Politiker aber eben nicht tun, das Gegenteil ist ja der Fall, liegt in meinen Augen eindeutig Verrat vor.

Doch mal Grundsätzlich folgendes:
Dieses Forum ist kein Forum des Freistaates Preußen, sondern ein Forum welches von Staatsbürgern des FSP aufgebaut wurde.
Ziel dieses Forums soll es sein, die Erinnerung an die wiederrechtlich abgetrennten Terretorien des nicht untergegangenen Deutschen Reiches wach zu halten.
Dabei soll / kann im Wesentlichen darüber diskutiert werden, wie man eben dieses Deutsche Reich, Preußen als Synonym für u.a. Ostpreußen, wieder herstellen kann.

Es soll nicht darum gehen, hier über politische Richtungen, Weltanschauungen o.ä. zu diskutieren.
Wer der Meinung ist, da? Ostpreußen, Österreich und all die anderen deutschen Gebiete zu Recht abgetrennt wurden, sollte sich lieber einen anderen Ort zum diskutieren suchen - wobei selbst dies kein grundsätzlicher "Verweis" sein soll.

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BeitragThema: Ich nehme an!   Mi Jun 15, 2011 9:36 pm

Von zu Recht abgetrennt habe ich nicht gesprochen, aber die Frage nach der realpolitischen Dimension und der Bedeutung Ihrer Forderungen für das heutige Europa gestellt.

Unbeantwortet bleibt auch die philosophisch Frage nach der Spirale von Unrecht.

Das stellt für mich aber die Basis für einen zielführende Auseinandersetzung dar.

Aber warum sollen Humanisten dieses Forum salonfähig machen?

Bürger Ihres "Freistaates" möchte ich mit Sicherheit nicht sein.

Also werde ich Ihre Einladung/Aufforderung annehmen und woanders weiter für Preußen streiten.

Danke für Ihre Offenbarung! q.e.d.
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Klaus
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BeitragThema: Re: Frage zu Ihrem Freistaat Preußen   So Jun 19, 2011 7:50 pm

An Gast2,

teilen Sie mir bitte mit, wo dieser Platz -außer im Herzen- ist. Ich komme mit.

Jeder gebe sein Bestes...
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BeitragThema: Wider dem Zeitgeist? Wenns hilft - warum nicht?   Mo Jun 20, 2011 9:17 am

Offenbarend ist auch von meiner Seite einiges ..... lach.

Also Philosoph bin ich nicht und ob uns daß in bezug auf Ostopreußen (u.a.) weiter hilft wage ich zu bezweifeln.
Wer da die pholosophischen Fragen als Basis begriffen haben will, ist wohl etwas realitätsfremd, denn letztlich zählt nur Macht, Einfluß, Geld, Beziehungen. (sieht man ja heutzutage bei jeder lobby bezogenen Politik .....)

Unrecht. Unrecht bleibt ja nun einmal immer bestehen. Doch man bedenke dazu:

"Vergeben kann vielleicht ein Großer! Vergessen nur ein Dummer!"

Und: Selbstverständlich können wir das ein oder andere vergeben. Ich persönlich sage ja immer, daß neu verhandelt werden muß.
Wer glaubt, daß wir 1 zu 1 von ... 1939 oder 1918 übernehmen können ist ein Fantast.

Letztlich und dazu rufe ich hier auf, dient dieses Forum dem NICHT-VERGESSEN.

Und daran kann sich jeder beteiligen (wie intensiv steht ja jedem frei) und kein Freund Preußens wird hier gelöscht! (sieht an an immer noch lesbaren, obigen Beiträgen).

Ostpreußen bleibt deutsch! Heute und immer dar! Basta! Very Happy

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